Fernziel Olympiade 2022

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Zweierbob: Sarah Wimmer aus Arbing belegt bei der DM der Damen Rang drei und wird bei den Juniorinnen "Vize" 

...erfolgreiche Leichtathletin und viel versprechende Bob-Pilotin.

Ein perfekter vierter Lauf und große Nervenstärke: Sensationell hat Mariama Jamanka (27, BRC Thüringen) im Eiskanal von PyeongChang Gold für Deutschland im Zweierbob der Frauen mit Anschieberin Lisa Buckwitz (23, SC Potsdam) gewonnen.
Zu Hause fieberte Sarah Wimmer mit und drückte fest beide Daumen. Die 21-Jährige aus Arbing – startet für den WSV Königssee – hat ebenfalls sehr viel Feingefühl an den Lenkseilen und jetzt mit Anschieberin Vanessa Mark (BSC Winterberg) bei den Deutschen Meisterschaften der Damen in Berchtesgaden Platz drei und bei den Juniorinnen die Silber-Plakette eingefahren.
Der erste Schritt auf dem Weg in die internationale Spitze ist offensichtlich gemacht, denn das Fernziel heißt Peking 2022. "Erst mal aber im kommenden Winter im Europa-Cup gute Ergebnisse erzielen", bleibt Sarah Wimmer auf dem Teppich. Aber die Hoffnung, sich den ganz großen Traum von einer Olympia-Teilnahme zu erfüllen, lebt, "wenn alles überragend läuft." Die Voraussetzungen, sich entsprechend positiv zu entwickeln, sind bestens, denn die 21-Jährige ist in Berchtesgaden bei der bayerischen Polizei angestellt. Spitzensport-Förderung. Heißt: Vier Monate Dienst/Ausbildung, acht Monate Sport.
2008 hatte Trainer Robert Bichler vom TV Eggenfelden die damals Elfjährige entdeckt und integrierte die jüngste Leichtathletin des Vereins sofort in die Leistungsgruppe, denn ihre Resultate waren weit über dem Durchschnitt. In den nachfolgenden Jahren erzielte Sarah Wimmer zahlreiche Top-Platzierungen auf Bezirks- und Landesebene. Ihre größten Erfolge waren die Teilnahme an den Deutschen Schüler-Mehrkampf-Meisterschaften 2011 in der Altersklasse W14 in Cottbus und der Bayerische Meistertitel in der Altersklasse W15 im Weitsprung 2012 in Hösbach. Bei der DM in Cottbus belegte die Leichtathletin als beste bayerische Teilnehmerin im Siebenkampf den starken 11. Rang.
Danach führte der Weg aus dem Rottal ans Elite-Sportgymnasium der Bertolt-Brecht-Schule Nürnberg und zur LAC Quelle Fürth. Auch in der neuen Umgebung gelangen gute Ergebnisse, "aber irgendwann war die Leistungsgrenze erreicht und Schluss", so Sarah Wimmer. Trainer Josef Schaffzarik schlug vor, sich, wie Kevin Korona zuvor, im Bob-Sport Gas zu geben. Der Weitspringer musste verletzungsbedingt mit der Leichtathletik aufhören, wurde 2015 als Anschieber von Maximilian Arndt gemeinsam mit Alexander Rödiger und Ben Heber Weltmeister im Vierer, 2016 Europameister, 2017 WM-Dritter und Zweiter bei der EM. Der Umstieg hatte sich gelohnt!
Sarah Wimmer probierte es aus, stellte sich gut an, gewann 2016 in Oberaudorf einen Wettbewerb als Anschieberin und letztes Jahr als Pilotin und kennt mittlerweile die Eis-Rinnen in Altenberg, Winterberg, Innsbruck und am Königssee. Hier trainiert die 21-Jährige in der Trainingsgruppe des ehemaligen Bob-Piloten Karl Angerer. Dessen größter Erfolg war der WM-Titel 2007. Zudem holte er zwei Mal Silber im Viererbob und mit der Mannschaft bei den Titelkämpfen 2011. Bei der EM stand er 2009 im Vierer und 2011 im Zweier als jeweils Dritter auf dem Siegerpodest. Neben drei Siegen kam Karl Angerer im Weltcup auf neun weitere Podest-Plätze. Sarah Wimmer ist also in besten Händen, um ihren ganz großen Traum erfüllen zu können. − red